Pressemitteilungen 2001
 

FAM
Forschungsverbund Agrarökosysteme München
Agnes Bergmeister FAM Öffentlichkeitsarbeit
Tel. : 08441/8092-43
Fax: 08441/8092-92
email: Agnes.Bergmeister@fam20.weihenstephan.de
FAM Versuchsstation Klostergut Scheyern • Prielhof 1 • 85298 Scheyern

23. Januar 2001

Pressemitteilung

FAM- Versuchsstation lädt ein

Scheyern. Angesichts der BSE- Krise wünschen sich nicht nur Politiker aller Parteien eine Neuorientierung in der Landwirtschaft, auch die Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich verst ärkt welche Lebensmittel sie essen (wollen) und wie diese erzeugt wurden. Kurzfristig geht es darum, die Krise zu meistern, langfristig um eine an Umwelt, Ökologie und Verbraucherschutz orientierte Landwirtschaft mit strengen Standards. Die Vers uchsstation Scheyern ist mit dem bis Ende 2003 in unserer Region laufenden Langzeitprojekt FAM (Forschungsverbund Agrarökosysteme München) dabei, genau die Frage, wie künftige umweltschonende Landnutzung aussehen soll, zu bearbeiten. Landwi rtschaftliche Produktionsverfahren, die die Bodenfunktionen erhalten, Grund- und Oberflächenwasser nicht belasten, umweltgerechte Bewirtschaftung von Landschaften ermöglichen, den Erlebnis- und Erholungswert der Kulturlandschaft erhalten, angeme ssenes Einkommen für die landwirtschaftlichen Betriebe erreichen und nicht zuletzt hohe Produktqualität garantieren, sind gefragt.

Aufgrund der positiven Resonanz bisheriger Besuchergruppen haben alle Interessierten auch im Jahr 2001 die Möglichkeit unter fachkundiger Leitung dieses ökologisch orientierte Forschungsprojekt "vor de r Haustür" kennen zu lernen oder nach einigen Jahren Neues über die Veränderungen in diesem Landschaftsausschnitt zu erfahren, beispielsweise um die Entwicklung der Anfang der `90er Jahre erfolgten Maßnahmen zur ökologischen Strukturverbesserung (Heckenpflanzungen, Totholzhecken, Dauerbrachen...) zu verfolgen.

Gestartet wurde das Projekt 1990. Die Versuchsstation befindet sich inmitten des Tertiär-Hügellandes. Ihre Ackerflächen präsentierten sich vor 10 Jahren mit den typischen Problemen intensiv genutzter Agrars tandorte.

Seit 1992 ist die Station in zwei voneinander getrennte Betriebe aufgeteilt. Ein Betrieb bewirtschaftet 76 ha nach den Richtlinien für den ökologischen Landbau. Der zweite Betrieb mit ca. 43 ha wird dem

integrierten Pflanzenbau gemäß geführt. Hinzu kommen bei beiden Betrieben jeweils umfangreiche Versuchsparzellen. Die insgesamt bewirtschaftete Fläche beträgt 150 ha. Wissenschaftler der Technischen Universität Weihenstep han (TU) und des gsf- Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit arbeiten hier zusammen. Sie untersuchen etwa die Verlagerung von Stoffen im Boden, die Grundwasserqualität unter landwirtschaftlich genutzten Flächen, das Verhalten von klim arelevanten Spurengasen, die Anzahl von Wildkräutersamen im Boden und die Erosionsgefährdung der Äcker.

Neben der Möglichkeit, Führungen zu vereinbaren, soll kommenden Sommer wieder ein Tag der offenen Tür stattfinden. Forscherinnen und Forscher aus insgesamt 38 Teilprojekten des FAM demonstrieren und informieren aus erster Hand. An diese m Tag kann man somit einerseits individuell nachfragen und fachlich diskutieren, andererseits haben viele Vorführungen auch Unterhaltungswert, so dass die Abwechslung für die ganze Familie nicht zu kurz kommen wird. Der Termin wird noch bekanntg egeben.

Weitere Informationen zum FAM erhalten Sie
unter der Internet-Adresse http//fam.weihenstephan.de
und bei
Agnes Bergmeister
FAM – Öffentlichkeitsarbeit Versuchsstation Scheyern
85298 Scheyern
Tel. 08441/80 92 43
Fax 08441/80 92 92
mail: agnes.bergmeister@fam20.weihenstephan.de
 
 
 
 

26.06.01
Pressemitteilung

Ein Blick hinter die Kulissen

Ganz im Zeichen der Forschung steht am Sonntag den 8. Juli die Versuchsstation Scheyern. Beim Tag der offenen Tür stellt der FAM (Forschungsverbund Agrarökosysteme München) seine vielfältigen Aktivitäten zur Erhaltung stabiler und produktiver Kulturlandschaften vor.

Seit zehn Jahren untersucht der FAM Einflüsse zweier Bewirtschaftungsweisen auf Boden, Wasser, Luft, Landschaft und Naturhaushalt. Das bis 2003 auf dem 150 ha großen Versuchsgut laufende Projekt gibt mit Informationen und Demonstrationen Einblick aus erster Hand und hat zudem mehrere interessante Gastaussteller eingeladen.

Besucherinnen und Besucher können aus einer breiten Informationspalette agrarlandschaftsbezogener Forschungen wählen. Das Themenspektrum reicht von der Bodenökologie über pflanzenbauliche Strategien und die Einsatzmöglichkeiten von Satellitentechnik für die Landwirtschaft bis zu angewandter Erosionsforschung.

Selbst erkunden, wie Erosion eigentlich gemessen werden kann und welche Maßnahmen diesen Bodenverlust verringern helfen, "in die Unterwelt" eines hydrologischen Messschachtes hinabsteigen, einen Blick durchs Mikroskop auf winzige Bodenlebewesen werfen und einiges mehr ist an diesem Tag möglich.

Wie kann die Landwirtschaft der Zukunft aussehen? Welche Schwerpunkte hat der FAM? Die Forscher werden von 10:30 bis 17:00 Uhr für Sie da sein, um diese und andere Fragen zu beantworten. Sie können individuell nachfragen und fachlich diskutieren (vor allem am Vormittag beim Vortragsprogramm und an den Informationsständen),

Zudem kommen Abwechslung und Spaß für die ganze Familie nicht zu kurz (z.B. bei der "Schnitzeljagd des Wissens" und dem Erforschen einer Wiese mittels Sammelglas und Lupe ).

Außerdem kann man bei Spaziergängen über das Gelände der Versuchsstation ein ganzes Bündel bisher im FAM durchgeführter Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen Situation und die daraus resultierenden Auswirkungen sehen.

Der vom gsf Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, und der TUM (Technische Universität München-Weihenstephan) getragene Forschungsverbund hat zudem interessante Gäste eingeladen:

Land in Sicht – unter diesem vielschichtigen Motto soll das Verständnis für die Kulturlandschaft geweckt werden. Besucher können aktiv Landschaftsausschnitte "verwandeln" von einförmig bis abwechslungsreich. Man kann sich seine Landschaftsbilder im Guckloch zusammenstellen oder an "Geräuschkisten" den Liebestanz der Grillen hören. Mit klaren Formen und einem innovativen Ausstellungskonzept sollen vor allem auch junge Menschen für das Thema "Landschaftsschutz" aufmerksam werden.

Durchblick im Labyrinth der Öko- Kennzeichnungen wird die Verbraucherzentrale Bayern e.V. geben. Welche Qualitätssiegel zuverlässig aussagen , ob ein Produkt tatsächlich ökologisch erzeugt wurde, und was das eigentlich bedeutet, erfährt man an deren Stand.

Als weitere Gastaussteller kommen zwei andere Forschungsprojekte, die wie der FAM unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Forschungsverbünde (abayfor) zusammengeschlossen sind. Dort kann man beispielsweise direkt vor Ort die aktuelle UV- Strahlung messen und sich über die Folgen erhöhter Strahlung für Mensch und Pflanze informieren.

Aus dem Landkreis Pfaffenhofen stellt sich die Agenda 21- Gruppe Landwirtschaft und Umwelt vor und die Kreisgruppe des Landesbund für Vogelschutz bietet an diesem Tag ornithologische Führungen.

Die Handballfüchse Scheyern sorgen für das leibliche Wohl der Besucher.

Der idyllisch gelegene Scheyerer Prielhof bietet zudem stets den richtigen Hintergrund für einen gelungenen Sonntagsausflug.

Der FAM freut sich auf interessierte Gäste!

Agnes Bergmeister Dipl. Ing. (FH) Landespflege
FAM - Öffentlichkeitsarbeit
Versuchsstation Scheyern
D-85298 Scheyern
TEL.........08441 / 80 92 43
FAX.........08441 / 80 92 92
Email:....Agnes.Bergmeister@fam20.weihenstephan.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW: http://fam.weihenstephan.de
 

11. Juli 2001

Pressemitteilung

Wissen schafft Zukunft

Tag der offenen Tür beim Forschungsverbund Agrarökosysteme München (FAM)

Forschung zum Anfassen - unter diesem Titel nutzte FAM die Möglichkeit, seine vielfältigen Forschungsaktivitäten zur Erhaltung ökologisch stabiler Kulturlandschaften vorzustellen. Mit mehr als 600 B esuchern war die Veranstaltung am 8. Juli 2001 trotz des sehr wechselhaften Wetters und des Orkansturmes am Vortag Anziehungspunkt für die Bevölkerung. Themenbeiträge von der Wurzelforschung über die Entwicklung bei Wildpflanzen auf der Versuchsstation bis hin zu wirtschaftlichen und sozialen Fragen boten reichlich Information. Hingucker waren z.B. Bodenorganismen, die man durch das Mikroskop betrachten konnte oder verschiedene Messgeräte in Aktion.

Rundfahrten auf dem Traktor waren bei Alt und Jung gefragt: Das Publikum ließ sich dabei die Bewirtschaftung auf der Versuchsstation in Scheyern und wissenschaftliche Ergebnisse erläutern. Außerdem zogen die ausgestellten landwirtschaf tlichen Geräte und Maschinen die viele Blicke auf sich.

Der vom gsf Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, und der TUM (Technische Universität München-Weihenstephan) getragene Forschungsverbund hatte zudem interessante Gäste eingeladen:

Mit klaren Formen und einem innovativen Konzept machte die Ausstellung "Land in Sicht" vor allem auch junge Menschen für das Thema Landschaftsschutz aufmerksam– unter diesem vielschichtigen Motto soll das Verständnis für die Ku lturlandschaft geweckt werden. Besucher konnten aktiv Landschaftsausschnitte "verwandeln" von einförmig bis abwechslungsreich. Man konnte sich seine Landschaftsbilder im Guckloch zusammenstellen oder an "Geräuschkisten" den L iebestanz der Grillen hören.

Durchblick im Labyrinth der Öko- Kennzeichnungen gab die Verbraucherzentrale Bayern e.V.. Welche Qualitätssiegel zuverlässig aussagen, ob ein Produkt tatsächlich ökologisch erzeugt wurde, und was das eigentlich bedeutet, erfuhr man an deren Stand.

Zwei andere Forschungsprojekte, die wie der FAM unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft bayerischer Forschungsverbünde (abayfor) zusammengeschlossen sind präsentierten sich als weitere Gastaussteller. Dort konnte man beispielsweise das lebensgroße Modell der Kuh "Resi" bewundern oder direkt vor Ort die aktuelle UV- Strahlung messen lassen und sich über die Folgen erhöhter Strahlung für Mensch und Pflanze informieren.

Aus dem Landkreis Pfaffenhofen bot die Kreisgruppe des Landesbund für Vogelschutz neben Informationen ornithologische Führungen.

Für das leibliche Wohl hatte der örtliche Handballclub gesorgt.

Alle Beteiligten zeigten sich am Ende zufrieden. Hervorgehoben wurde besonders die ruhige, idyllische Atmosphäre am Prielhof und der Service der Veranstalter. Sinn und Ziele ökologischer Forschung lassen sich mit Hilfe solcher Veranstaltungen einem breiten Publikum näher bringen.
 
 

Agnes Bergmeister