Die Wassernuß - ihr Vorkommen in Scheyern

Die Wassernuß, botanisch "trapa natans", ist eine einjährige Wasserpflanze, mit rautenförmigen, rosettenartig angeordneten Schwimmblättern. Diese treiben ab Juni auf der Wasseroberfläche und verfärben sich im Herbst rot. Ihre Stile sind blasig aufgetrieben mit Luftkammern, und sie hat eßbare Früchte mit 4 Dornen und Widerhaken, die auch unter dem Namen Wasserkastanie bekannt sind.

Die anmutige Wasserpflanze war früher weit verbreitet. Sie verschwand aber in diesem Jahrhundert aus allen Gewässern Bayerns. Lediglich ein Restbestand konnte sich bis 1984 im Sauweiher (der extra-blau eingefärbte Weiher) halten, bis auch er den Umweltbelastungen erlag und gänzlich erlosch.

Seit 1987 werden gezielte Schutz- und Pflegemaßnahmen durchgeführt, um typische Teichwasserpflanzen wieder aufzubauen. Erfreulicherweise hat sich auch ein stabiler Wasserpflanzenbestand eingestellt. Zugleich werden die Fischbestände im Teich nach bewährter, traditionsreicher, umweltschonender klösterlicher Weihernutzung entwickelt. Außer den Nutzfischen Karpfen, Schleihe, Hecht und Zander, leben wieder Bitterlinge, Rotaugen, Rotfedern, Karauschen, Stichlinge, Schlammpeizger, Teichmuscheln, Grünfrösche , Molche und Libellenlarven im Weiher.


Weitere Vorkommen der Wassernuß: