Fernsteuerung der Mess-PC's und Datensammler auf den Versuchsfeldern des Klosterguts Scheyern
Ein Erfahrungsbericht


Ziel der Maßnahme ist es, die auf den Versuchsfeldern befindlichen Datensammler ferngesteuert zu überwachen, gegebenfalls von außen eingreifen zu können und die gespeicherten Daten zur Weiterverarbeitung abrufen zu können.

Dazu wurden folgende Komponenten installiert:


Getestet habe ich bereits das wiederholte Anwählen des PC's, Konfigurieren des Loggers (nur Datum und Uhrzeit-keine Bange), Auslesen von Daten aus dem Logger und Speichern auf der Festplatte des Host PC's, sowie das Transferieren dieser Daten auf den anrufenden Rechner; hierzu kann man sich der Datentransfer-Funktion von PC-Anywhere bedienen.

Probleme mit der Verbindung gab es nur dann, wenn die früher verwendete ISDN-Leitung zwischen Scheyern und Freising, sprich fam20 und pollux nicht stand. Das war z.B. der Fall als die Telekom AG im Pfaffenhofener Netz bastelte und kurzerhand einen ISDN-Kanal der Scheyerner Telefonanlage kappte. Daraufhin meldeten auch die Telefone in der Versuchsstation eine "Überlastung im Netz" - nach kurzem Gespräch mit der Störungsstelle war das behoben. Ansonsten lagen Leitungsstörungen nur an der ISDN-Konfiguration auf den Bereichsrechnern pollux und fam20. Die entsprechenden Massnahmen waren da das Neustarten der Prozesse und Kontrollieren der Routing-Einträge am pollux und fam20.

Seit 19. August 1997 besteht nun eine Standleitung zwischen Freising und Scheyern, diese sogenannte semipermante Festverbindung garantiert stabile Verhältnisse, sodaß von daher keinerlei Störungen zu erwarten sein dürften - es sei denn ein Brouter fällt aus. Die Standleitung löst die bis dahin installierte Verbindung über eine Wählleitung ab.

Die zuvor aufgetauchten Schwierigkeiten - urplötzlicher Verbindungsabbruch zwischen HOST-PC in Scheyern und REMOTE-PC in Freising, beruhte auf Fehlern in PC-Anywhere's Verbindungsmöglichkeit über TCP/IP, gekoppelt mit Start eines DOS-Programms auf dem HOST-PC. Diese Problematik hat sich aber seit WINDOWS 95 erledigt.

Ein spezielles Problem stellte nun noch die geplante Fernsteuerung der Datenerfassung der Spurengase durch die IBÖ dar. Diese Apparatur stand am sogenannten Badefeld in einem Container und war ein in sich abgeschlossenes System, bestehend aus einem PC mit speziellen Karten; an diese Karten angeschlossen war ein Gerät, auf welchem die Messwerte aufliefen. Gesteuert wurde dieses durch ein DOS-Programm der Fa. LAL-Loftfields Analystische Lösungen, das für die angeschlossenen Geräte der Fa. UfE GmbH, Umweltfreundliche Energieanlagen GmbH, geschrieben wurde. Fernzusteuern gewesen wäre also hier der PC in diesem Container, und dazu galt es sich Gedanken zu machen über die Durchführbarkeit! Diese Maßnahme wurde ad acta gelegt, da es sich als zu aufwendig heraussstellte auch diese Meßanordnung fernsteuern zu wollen.

Für weitere Informationen was das Handhaben der Loggersoftware, das Konfigurieren der Kanäle und die Fernsteuerung derselben betrifft, empfiehlt es sich auch die damit vertrauten Mitarbeiter des FAM wie Georg Wenzel, Bernhard Lechner, Michael Honisch oder Herrn Klaus Weiss zu befragen. Wobei letztgenannter als Externer vom Landesamt für Wasserwirtschaft auch die Probleme mit eventuell eingerichteten firewalls kennt!


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Zuletzt bearbeitet:

Dipl.-Ing. Agr. (FH) Philipp Becker, 30. Juni 1999