TP: LT3 Kurztitel: Wachstum und Ertrag
Thema: Bonitierung von Winterweizenbeständen mittels der laserinduzierten Chlorophyll-Fluoreszenz und Erfassung der Heterogenität der Ertragsbildung von Mais und Kartoffeln als Voraussetzung für eine teilflächenspezifische N-Applikation
Antragsteller: Dr. F.-X. Maidl, Prof. Dr. G. Wenzel
Institution: Lehrstuhl für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der TUM
Teilprojektleiter: Dr. F.-X. Maidl
Zusammenfassung:
Bei der kleinräumig optimierten N-Düngung auf heterogenen Schlägen ist der aktuelle Wachstums- und Ernährungszustand der Bestände zu berücksichtigen. Die derzeit verfügbaren destruktiven Methoden zur Bestandesanalyse sind in Praxisschlägen nicht einsetzbar. Voraussetzung für die Einführung der teilflächenspezifischen N-Düngung in die Praxis ist die Entwicklung berührungsloser Methoden der Bestandesanalyse. Dazu werden zu Winterweizen Untersuchungen in Parzellenversuchen und in Streifenversuchen auf den heterogenen Betriebsflächen Scheyerns durchgeführt. Parallel dazu wird die Variabilität der Ertragsbildung und N-Aufnahme von Winterweizen untersucht und vergleichende Untersuchungen von zwei Systemen der Teilschlagdüngung (Online, Mapping) mit schlageinheitlicher N- Düngung durchgeführt. Während zu Winterweizen die Erprobung einer teilflächenspezifischen Bestandesführung aussichtsreich erscheint, sind für Mais und Kartoffeln die notwendigen pflanzenbaulichen Grundlagen derzeit noch zu erarbeiten. Durch die Entnahme von Pflanzenproben auf den heterogenen Betriebsschlägen in Scheyern ist die Variabilität der Ertragsbildung von Mais und Kartoffeln sowie des N-Entzuges und ausgewählter Qualitätseigenschaften zu erfassen. Dies dient der Aufklärung der kleinräumigen Variationsursachen, die bislang für beide Kulturen kaum untersucht wurden. Ausgehend von deren Kenntnis sind die Richtlinien einer teilflächenspezifischen Bestandesführung zu entwicklen, die zu einer erhöhten Ressourceneffizienz bei gleichzeitiger Ausschöpfung des kleinräumigen Ertragspotentiales beitragen sollen. Da Mais und Kartoffeln aufgrund pflanzenbaulicher Besonderheiten ein hohes Belastungspotential aufweisen, ist durch diese Entwicklung eine deutliche Entlastung biotischer und abiotischer Ressourcen zu erwarten.