TP: PG 6 Kurztitel: Akzeptanz
Thema: Akzeptanz und Übertragbarkeit der in Scheyern gewonnenen Ergebnisse auf die Gestaltung von Agrarlandschaften
Antragsteller: Prof. Dr. Ammer1), Prof. Dr. Besch2) , Prof. Dr. Luz3)
Institution: 1  Lehrstuhl für Landnutzungsplanung und Naturschutz, LMU
2  Lehrstuhl für Marktlehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft, TUM
3  Büro für Landschaftsentwicklung
4 Lehrstuhl für Pflanzenernährung, TUM
Teilprojektleiter: Prof. Dr. Ammer1
Bearbeiter: Dr. U. Matthes4
Zusammenfassung:

Das Teilprojekt (Laufzeit 1/1999 bis 6/2000) untersuchte, in welchem Maße die Ergebnisse der ökosystemaren Grundlagenforschung in die landwirtschaftliche Praxis einfließen können. Im Mittelpunkt stand dabei die Akzeptanz der im FAM entwickelten innovativen Nutzungsstrategien bei den Landwirten. Darüber hinaus wurde auch die Meinung der dörflichen Wohnbevölkerung und der Erholungssuchenden zu den nachhaltigen Nutzungskonzepten überprüft. Dazu wurde eine schlüssige Methodik (Befragungen, Stichprobenerhebung) entworfen.

Aus den Untersuchungen lassen sich folgende Aussagen ableiten: Bei den Landwirten wird die Akzeptanz nachhaltiger Landnutzungsstrategien maßgeblich von agrarpolitischen Rahmenbedingungen bestimmt. Aus der Bereitschaft der Landwirte, umweltschutzorientierte Förderprogramme umzusetzen, kann nicht auf eine innere Überzeugung für Natur- und Umweltschutzmaßnahmen geschlossen werden. Bewirtschaftungsempfehlungen aus dem FAM werden von den Landwirten nur dann ohne Vorbehalt akzeptiert, wenn sie wirtschaftlich und einfach durchführbar sind. Die Akzeptanz innovativer Landnutzungsstrategien unter den Landwirten unterscheidet sich nach sozialen Gruppen (Alter, Ausbildung) und nach Produktionsrichtung (Öko-Landbau, konventionelle Produktion). Die nichtlandwirtschaftliche Bevölkerung erwartet in erster Linie die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel mit möglichst wenig negativen Auswirkungen auf die Kulturlandschaft. Landschaftsveränderungen werden aber kaum wahrgenommen. Das Verhältnis zwischen Landwirten und Nichtlandwirten ist weitgehend unbelastet. Das Amt für Landwirtschaft, die Untere Naturschutzbehörde, die Agenda-21-Gruppen, der BUND sowie der Bauernverband sind wichtige Mittler und Meinungsmultiplikatoren. Die Öffentlichkeitsarbeit des FAM stößt besonders bei den Landwirten auf zunehmendes Interesse.

Aktuelle Veröffentlichungen:

Matthes U., Ammer U., 2001. Abschlussbericht PG6 Akzeptanz. Eds: Munch J.C., Schröder P., FAM-Bericht 49, Shaker-Verlag

Matthes U., Ammer U., Luz F., 2001. Akzeptanzforschung für die Umsetzung von Konzepten für eine nachhaltige Nutzung. Ergebnisse aus dem Forschungsverbund Agrarökosysteme München. Naturschutz und Landschaftsplanung 33 (8): 255-259.