TP: WS 4 Kurztitel: Stoffflüsse und Bestandesdynamik
Thema: Monitoring und räumliche Modellierung des Wasserhaushalts, der Bestandesdynamik und der Stoffausträge in Oberflächen- und Grundwasser
Antragsteller: Dr. M. Honisch1), Dr. E. Priesack2), Prof. Dr. K.-P. Seiler1)
Institution: GSF, Institut für Hydrologie1) Institut für Bodenökologie2)
Teilprojektleiter: Dr. E. Priesack, Prof. Dr. K.-P. Seiler
Zusammenfassung:
Durch das Langzeitmonitoring wird die Belastung von Nachbarsystemen v.a. mit P-, N- und C- Verbindungen (DOC, Herbizide) in Abhängigkeit von der Nutzung und dem Wasserhaushalt erfaßt. Hieraus können Schlüsse für die Stabilität des Systems und die Effizienz bzw. Nachhaltigkeit von Bewirtschaftungsstrategien gezogen werden.

Aus den Parametern zur Beschreibung des Wasser- und Stoffhaushalts in der Agrarlandschaft Scheyern und seiner unmittelbaren Nachbarschaft sollen Prognosen für die Belastbarkeit des Agrarökosystems abgeleitet werden. Das Augenmerk richtet sich auf solche Indikatoren, die es erlauben, im Zuge der Regionalisierung auch großräumig Bewirtschaftungsstrategien für Wassereinzugsgebiete im Tertiär-Hügelland abzuleiten. Die Modellierung der Abfluß- und Transportprozesse auf Landschaftsebene wird hierzu eine entscheidende Hilfe sein.

Durch die Modellanalyse der flächenhaft erfaßten Datensätze zu Erträgen (ermittelt mit Hilfe des GPS), zu Pflanzenbeständen (Satellitendaten) und deren Biomasseentwicklung (Flugscannerdaten) sowie zum Wasserhaushalt (geophysikalische Messungen mit dem Bodenradar) soll untersucht werden, inwieweit sich die Flächendaten über zugrunde liegende Prozeßabläufe (zur Wasser- und Nährstoffversorgung der Pflanzen) interpretieren lassen und inwieweit ein Upscaling der Beschreibung des lateralen Transports von der Elementarfläche (Pedon) auf die Skalenebene des Teilschlags und Betriebs bzw. des Wassereinzugsgebiets möglich ist.

Die Modellierung der Nährstoffflüsse unter Berücksichtigung lateralen Stofftransports für Teilschläge soll die Auswirkung auf die Entwicklung von Ertrag und pflanzlicher Biomasse quantifizieren und deren beobachtete Variabilität innerhalb des Bestandes nachvollziehen. Es soll die bei der standortgerechten Bewirtschaftung ("precision farming") für die N-Düngung benötigte Stellgröße Boden Nmin-Vorrat für die jeweiligen Düngetermine räumlich hochaufgelöst berechnet werden.

Nachfolgend die Jahresberichte des ehem. TP C2 und TP H3 aus denen das TP WS4 hervorging.