Forschungsverbund Agrarökosysteme München
Versuchsstation Klostergut Scheyern
Bewirtschaftung


Versuchsführer 1999

Inhalt
Einführung
Systemversuch als statischer Dauerversuch
V99OL01 Ökologische Wirtschaftsweise
V99 IP 02 Integrierte Wirtschaftsweise
V99OL03
Verbesserung der Artenschutzfunktion linearer Landschaftselemente
V99OL04
Differenzierte Entwicklung von Ackerbrachen bei unterschiedlicher Pflege
V99OL05
Auswirkungen unterschiedlicher Zwischenfrüchte nach Erbsen auf N-Angebot und Versorgung sowie Ertrag der Folgefrucht Kartoffeln im ökologischen Landbau - Sorte Agria
V99OL08
Eignung von Kartoffelsorten für den ökologischen Landbau
V99OL13 und V99OL14
Eignung von Winter- und Sommerweizensorten zur Erzeugung von hochqualitativem Backweizen im ökologischen Landbau
V99OL16
Ungelenkte Ausbreitung von Wildkrautarten in Scheyern
V99IP22
Eignung verschiedener Schutzfrüchte zur Mulchsaat von Kartoffel
V99IP24
Auswirkungen unterschiedlicher Pflanzenbehandlungsmittel auf den Phytophtora-Befall sowie auf den Ertrag bei Kartoffeln
V99IP26
Schauversuch

Die Versuchsstation

Das Klostergut Scheyern liegt im Landkreis Pfaffenhofen/Ilm, Regierungsbezirk Oberbayern auf 450 - 490 m über dem Meeresspiegel. Es werden 152 ha bewirtschaftet, 46 ha nach den Vorgaben des "Integrierten Pflanzenbaues", 68 ha nach den Richtlinien des "Ökologischen Landbaues" und 38 ha zur Durchführung von Parzellenversuchen.

Die Aufgaben des FAM, Erfassung, Prognose und Bewertung nutzungsbedingter Veränderungen in Agrarökosystemen und ihrer Unwelt, werden durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie unterstützt. Die Pacht- und Betriebskosten trägt das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Darüber hinaus liefern das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit und die TUM - Technische Universität München in Form von Eigenleistungen erhebliche Beiträge zum FAM.

Klima und Boden

Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 7,4º C, die Niederschlagssumme bei 833 mm/Jahr. Auf dem Versuchsgut ist eine große Zahl verschiedener Bodentypen anzutreffen. Die Tongehalte schwanken von 9 - 45 %. Es dominieren Braunerden mit in der Regel geringmächtigen Lößlehmauflagen. Die Ackerzahlen schwanken von 25 bis 65 Bodenpunkten.

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL01 + V99IP02
Systemversuch als statischer Dauerversuch

In den Systemversuchen findet man die selbe Fruchtfolge wie im Versuchsbetrieb. Die hierfür vorgesehenen Flächen sind in folgender Grafik farbig markiert.

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL01
Ökologische Wirtschaftsweise

Fruchtfolge:

Für die einzelnen Fruchtfolgeglieder stehen die Flächen ÖA bis ÖG mit je 3000qm zur Verfügung.
Variiert wird in der Bodenbearbeitung und der Düngung.
Somit teilt sich jede Teilfläche in 18 Beprobungsparzellen mit den Maßen 3 x 12 m und 7 Fahrgassen auf.

Parzellenaufteilung im ökologischen Systemversuch

Bodenbearbeitung

Die Düngung erfolgt mit Stallmistkompost auf gefrorenen Boden

Düngegaben

Kartoffel Weizen Sonnenblumen Roggen
betriebsüblich 200 150 150 150
betriebsüblich x 1,5 300 225 225 225
dt/ha dt/ha dt/ha dt/ha

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99IP02
Integrierte Wirtschaftsweise:

Fruchtfolge:

Die 4 Teilflächen IA bis ID haben eine jeweilige Größe von 4300 qm.
Variiert wird in der Bodenbearbeitung, und der Düngung . Fungizide und Herbizide werden gleichmäßig und ganzflächig ausgebracht.
Die Größe der Parzellen beträgt wiederum 3 x 12 m, die Parzellenanzahl / Teilfläche liegt im Gegensatz zum ökologischen Systemversuch bei 27.

Parzellenaufteilung im integrierten Systemversuch

Bodenbearbeitung

Die Stickstoffdüngung erfolgt größtenteils mit AHL. Nur der Mais erhält zur Saat eine KAS Unterfußdüngung. Weitere Nährstoffe werden nicht gedüngt.
Düngungsvarianten im integrierten Systemversuch

Variante I
kg/ha
in Gaben
Variante II
kg/ha
in Gaben
Variante II
kg/ha
in Gaben
Weizen 90
3
135
3
150
3
Mais 65
1
105
2
135
2
Kartoffel 50
1
100
1
150
1

Kartoffel Mais Weizen
Variante I Variante II Variante III Variante I Variante II Variante III Variante I Variante II Variante III
1. Termin 50 AHL 100 AHL 150 AHL 60 KAS 60 KAS 60 KAS 30 AHL 30 AHL 30 AHL
2. Termin - - - 0 40 AHL 75 AHL 0 AHL 30 AHL 30 AHL
3. Termin - - - - - - 30 AHL 30 AHL 60 AHL
4. Termin - - - - - - 30 AHL 45 AHL 60 AHL
Termin: -vor dem Häufeln
1. Termin: - KAS mit der Saat
2. Termin: EC 17/32 mit Schleppschläuchen
1. Termin: sobald es geht im Frühjahr
2. Termin: 1-2 Wochen später
3. Termin: EC 25 mit CCC
4. Termin: EC 32

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL03

Thema: Verbesserung der Artenschutzfunktion linearer Landschaftselemente
Wissenschaftlicher Bearbeiter: Gabriele Anderlik
Standort: A26 (Nordrand Ö11), Nordostrand A1, Westrand A9
Versuchsdauer: 1993 - 2005
Versuchsfrage: Inwieweit erfüllen unterschiedliche Hochstaudenansaaten im faunistischen Bereich die Artenschutzfunktion
Versuchsvarianten: Je nach Exposition Ansaat von nitrophytischen Hochstauden(Nord-Ost) bzw. mesophytischen Kräutern(Süd-West)

Krautsaum bestehend aus:
Achiella millefolium, Agrimonia eupatoria, Allium vineale, Betonica officinale, Campanula rapuncoloides, Clinopodium vulgare, Fragaria vesca, Galium verum, Holcus lanatus, Hypericum perforatum, Knautia arvensis, Lathyrus pratensis, Origanum vulgare, Primula elatior, Trifolium medium, Veronica chamaedrys

Hochstaudensaum bestehend aus:
Arrhenatherum elatius, Achillea millefolium, Agrimonia eupatoria, Anthriscus sylvestris, Clinopodium vulgare, Geum urbanum, Glechoma hederacea, Heracleum sphondylium, Hypericum perforatumm, Primula elatior, Poa nemoralis, Sambucus ebulus, Silene dioica, Tanacetum vulgare, Trifolium medium, Veronica chamaedrys

Da nicht alle Arten in der gleichen Intensität beprobt werden können, wurden die oben fettgedruckten Arten als Zielarten ausgewählt, deren Entwicklung durch phänometrische Messungen genau erfasst werden soll. Diese Zielarten wurden in verschiedenen Pflanzdichten ausgebracht.

Wiederholungen: 5 pro Standort
Parzellengröße: 5m x 1m
Gesamtgröße: 420 qm
Anlageplan:

Versuchsanlage an den drei Hecken (Abbildung nicht maßstäblich)

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL04

Thema: Differenzierte Entwicklung von Ackerbrachen bei unterschiedlicher Pflege
Wissenschaftlicher Bearbeiter: A. Mattheis
Standort: A26; Teilfläche Ö11
Versuchsdauer: 12 Jahre (1993 - 2005)
Versuchsfrage: Auswirkung unterschiedlicher Pflegevarianten auf die Entwicklung der Ökosystemkomponenten von Ackerbrachen
Messungen:

Versuchsvarianten:

Wiederholungen: 3
Parzellengröße: 25m x 35m
Gesamtgröße: 20825m2
Anlageplan:

BeM2 OMf BeO OMs BrO BeM1 OO
OMs OO BrO BeM2 BeM1 OMf BeO
BeM1 BrO BeO OMf OMs OO BeM2

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL05

Thema: Auswirkungen unterschiedlicher Zwischenfrüchte nach Erbsen auf N-Angebot und Versorgung sowie Ertrag der Folgefrucht Kartoffeln im ökologischen Landbau - Sorte Agria
Wissenschaftlicher Bearbeiter: Kurt Möller
Standort: Ö5
Versuchsdauer: 1996-1998
Versuchsfrage: Wie wirken sich verschiedene Zwischenfrüchte nach Erbse auf die Folgefrucht Kartoffeln aus?
Messungen: Erbsenertrag, Zwischenfruchtaufwuchs sowie C- und N-Gehalt des Aufwuchses, NO3 im Herbst, im April und zum Zeitpunkt des Auflaufens der Kartoffeln, Gesamt-N-Gehalt der oberen Blätter an drei Terminen im Juli, Ertrag, Stärkegehalt, TS-Gehalte
Versuchsvarianten:

Anzahl der Wiederholungen: 4
Parzellengröße: 30 m2
Anlageplan:

kiesige Kuppe
Nord
5IV 1II
2IV 4II
3IV 5II
1IV 2II
4IV 3II
3III 5I
2III 4I
1III 3I
4III 2I
5III 1I

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL08

Thema: Eignung von Kartoffelsorten für den ökologischen Landbau
Wissenschaftlicher Bearbeiter: Kurt Möller
Standort: Ö1
Versuchsdauer: 1994-1997
Versuchsfrage: Welche Kartoffelsorten eignen sich besonders für den Anbau im ökologischen Landbau unter den Aspekten Phytophthora-Resistenz, Ertrag und Speisequalität sowie Lagerfähigkeit
Messungen: Phytophthora-Befall (wöchentliche Bonituren in %), Ertrag, Größenfraktionen, Lagerfähigkeit
Versuchsvarianten:

Sorten:

Anzahl der Wiederholungen: 3
Parzellengröße: 30m2
Versuchsanlage:

W1 W2 W1 V5 V4 V1 V2 V3 V2 V5 V4 V3 V1
W2 W1 W2 V1 V2 V3 V4 V5 V4 V3 V1 V5 V2
28 3 23 26 1 4 27 12 20 16 10 8 19 13
6 25 2 5 22 24 7 18 14 9 17 15 11 21
19 12 17 11 18 10 13 28 7 2 23 26 5 25
15 8 21 14 9 16 20 1 22 27 6 4 24 3
28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL13

Thema: Eignung von Sorten zur Erzeugung von hochqualitativem Backweizen im ökologischen Landbau
Wissenschaftlicher Bearbeiter: M. Kainz
Standort: Winterweizen A24 (Schnatterbacher Feld) und Sommerweizen A26 (Ö6)
Versuchsdauer: 1997
Versuchsfrage: Welche Sommer- und Winterweizensorten unterschiedlicher Qualitätsgruppen eignen sich am Standort Scheyern zur Erzeugung von hochqualitativem Backweizen?
Messungen: Ertrag, Eiweißgehalt, Sedimentationswert, Fallzahl
Versuchsvarianten:

Wiederholungen: 3
Parzellengröße: 17,25 m2
Gesamtgröße: 600 m2
Anlageplan:

Winterweizen
Astron Astron Zentos Belisar Urban Thasos Glockner Tambor Rektor Alidos Ambras Ares
Renan Toronto Borenos Greif Bussard Transit Aron Miras Pegassos Monopol Carolus Zentos
Belisar Urban Transit Carolus Zentos Borenos Monopol Greif Glockner Bussard Pegassos Renan
Miras Miras Rektor Toronto Alidos Astron Thasos Ambras Aron Belisar Tambor Ares
Greif Glockner Bussard Ambras Monopol Belisar Carolus Toronto Astron Zentos Urban Ambras
Renan Pegassos Thasos Aron Greif Tambor Transit Alidos Miras Borenos Rektor Ares
Sommerweizen
Star Devon Quattro Ralle Lavett Nandu Tinos Hanno Combi Thasos
Combi Ralle Nandu Lavett Star Tinos Devon Quattro Thasos Hanno
Tinos Thasos Devon Hanno Quattro Lavett Combi Nandu Star Ralle

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99OL16

Thema: Ungelenkte Ausbreitung von Wildkrautarten in Scheyern
Wissenschaftlicher Bearbeiter: F. Mayer
Standort: A26; Teilfläche Ö5
Versuchsdauer: 2 Jahre (1996 + 1997)
Versuchsfrage: Anemochore Ausbreitung von Cirsium arvense (Ackerdistel)
Messungen: Samenzählung mit Samenfallen, Messung von Windrichtung und -geschwindigkeit, Aufwindmessung
Versuchsvarianten: ./.
Wiederholungen: ./.
Parzellengröße: 1 ha
Gesamtgröße: 1 ha
Anlageplan:

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99IP22

Thema: Eignung verschiedener Schutzfrüchte zur Mulchsaat von Kartoffel
Wissenschaftlicher Bearbeiter: M. Kainz
Standort: Bullerberg II (externe Fläche)
Versuchsdauer: 1996
Versuchsfrage: Wie verhalten sich die einzelnen Mulchsaaten bzgl. Abtötung,
Messungen: Ertrag
Versuchsvarianten:
Wiederholungen: 4
Parzellengröße: 3 x 10 = 30m2
Gesamtgröße: 960 m2
Anlageplan:

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99IP24

Thema: Auswirkung unterschiedlicher Pflanzenbehandlungsmittel auf den Phytophthora-Befall sowie auf den Ertrag bei Kartoffeln
Standort: I3/4/5
Wissenschaftlicher Bearbeiter: Kurt Möller/Hans Habermeyer
Versuchsdauer: 1994-1997
Versuchsfrage:
Messungen: Wöchentliche Phytophthora-Bonituren ab Mitte Juni, Ertrag, Stärkegehalte
Versuchsvarianten: unbehandelte Kontrolle, diverse Bio-Präparate , Gesundvariante
Wiederholungen: 3
Parzellengröße: 60 m2
Anlageplan:

Inhaltsverzeichnis

Versuchsnummer: V99IP26 (Schauversuch)

Inhaltsverzeichnis


Zurück